Vom WM-Hattrick zum Weltcup-Triple

Den 6. Gesamtweltcup in Folge schon am Samstag klar zu machen war wie ein Schock!

Hi Leute,

Wie in den vergangenen Wochen immer wieder betont, habe ich vor Kranjska Gora versucht, alle Rechenspiele auszublenden… geklappt hat das nicht wirklich, was zur Folge hatte, dass der Druck vor dem Riesentorlauf am Samstag größer war, als gedacht. Als ich gesehen habe, wie Alexis Pinturault ausgefallen ist, habe ich kurzerhand die Strategie gewechselt und gesagt: Das Ausblenden hat jetzt ein Ende. Das ist meine Chance, anzugreifen! Genau das habe ich in Slowenien getan – Nebel und Regen zum Trotz…

Zu meiner Überraschung war der erste Durchgang direkt gewaltig, obwohl die Bedingungen nicht unbedingt für mich gesprochen haben. Dass ich meinen Lauf trotzdem so kompromisslos durchdrücken konnte, hat mich für die Entscheidung ein Stück weit beflügelt. Dabei war der zweite Durchgang, das muss man der Fairness halber sagen, schwer am Limit. Am Ende war ich mit Platz 1 heilfroh, dass das Rennen nicht abgebrochen wurde, wie zwischenzeitlich von der Rennleitung überlegt. Im Ziel war mir sofort bewusst: den RTL-Weltcup hast du in der Tasche. Dass ich da auch den Gesamtweltcup bereits sicher hatte, habe ich erst später geschnallt… Ein Grund mehr alles in einer ruhigen Minute nach dem Rennen erst einmal sacken und meine Saison Revue passieren zu lassen.

Den Grundstein für den historischen 6. Gesamtweltcup in Folge haben wir beim Saisonauftakt in Sölden mit Platz 2 im Riesentorlauf gelegt! Es folgte eine für mich mehr als wichtige Standortbestimmung im Slalom-Rennen in Levi: Nach mäßigen Trainingsleistungen und einer Mittelohrentzündung am Tag vor dem Slalom-Auftakt, war Platz 1 im Levi-Slalom rückblickend einer von drei Schlüsselmomenten in dieser Saison. Dann war wegen des abgesagten Beaver Creek Rennens zwei Mal Val d’Isere an der Reihe – eine besondere Herausforderung, der wir mit besonders intensiven Trainingsmaßnahmen begegnet sind. Mit Platz 13 im Super-G und Platz 2 im RTL haben wir uns für die Extra-Strapazen am ersten Val d’Isere Wochenenden belohnt und den etwas anderen Hunderter eingefahren. Das zweite Frankreich-Wochenende war rein punktetechnisch mit zwei 2. Plätzen und 160 Punkten ebenfalls zufriedenstellend – mein Gefühl war es nicht! Denn obwohl ich am Limit fuhr, konnte ich Henrik und Alexis zu diesem Zeitpunkt nicht gefährlich werden… keine gute Erkenntnis, so früh in der Saison.

In Alta Badia folgte nach Wochen der Ungewissheit und des Tüftelns am Set-Up der zweite große Schlüsselmoment: Platz 1 auf der schwierigen Gran Risa und die Gewissheit – ich kann im RTL doch noch gewinnen! Im Slalom sollte es dagegen noch etwas dauern, bis ich den bis dahin phänomenal fahrenden Henrik Kristoffersen einholen sollte. Trotzdem: mit Platz 2 beim Flutlicht-Klassiker in Madonna di Campiglio konnte ich zumindest den zeitlichen Abstand auf Henrik verkürzen. Zudem hatte ich nach acht Rennen noch nie 633 Weltcup-Punkte auf dem Konto!

Ein ebenso entscheidender wie wichtiger Dämpfer folgte prompt … weiterlesen

Veröffentlicht unter 2016/2017

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.