Die Rekordserie geht weiter …

Marcel Hirscher hat sich mit einem Punkterekord in die Weihnachtsferien verabschiedet. Doch schon im neuen Jahr hat er die nächste Bestmarke geknackt: Über 100 Mal stand der 27-Jährige im Laufe seiner Karriere auf dem Podest. Und auch wenn er es nicht hören mag: Der nächste Weltcup-Gesamtsieg rückt ebenfalls immer näher. Sein Vorsprung ist ziemlich passabel.
Gemütliche Tage zuhause, kuschelige Abende mit Freunden und der Familie im Lammertal: So sieht die „stillste Zeit“ des Jahres im Optimalfall für Marcel Hirscher aus. Er hat betont: „Das Weihnachtsfest feiere ich im Kreise meiner Familie. Bei uns zuhause geht es nicht um Geschenke, Beleuchtung oder Einkaufsstress, sondern es ist sehr besinnlich. Wir nehmen uns Zeit für uns und das ist sehr wertvoll für mich.“ Und so hat Marcel Hirscher verdientermaßen die Beine hochgelegt: Eigenen Angaben zufolge waren die Akkus leer, eine erneute Erkältung machte dem Skistar zu schaffen. Winterspaziergänge und ein gemütlicher Skitag mit Freundin Laura an Sylvester im Skigebiet Dachstein-West waren die richtige Medizin, um wieder fit zu werden. Auch beim Jahreswechsel ist Marcel Hirscher noch zurückhaltend: „Das läuft immer eher ruhig und beschaulich ab, damit ich fit für die Rennen im Jänner bin. Durchfeierte Silvesternächte wird es wohl erst nach meiner Karriere geben.“

Skifahren gegen die Zeit der anderen
Im Jänner war er dann wieder zurück: Wenn auch nicht ganz so konstant, wie man es von dem Spitzenathleten gewohnt ist. Doch Marcel Hirscher verwies schon im Sommer darauf, dass eine neue Generation junger Skifahrer am Start sei: Der Franzose Alexis Pinturault ist zwei Jahre, der Norweger Henrik Kristoffersen sogar fünf Jahre jünger als der Salzburger. Doch auch erfahrene Skifahrer wie etwa der 37-jährige Südtiroler Manfred Mölgg, Gewinner des Slaloms in Zagreb und Zweiter in Adelboden, verwiesen die Jüngeren auf die Plätze. Marcel Hirscher sieht das gelassen und mit der nötigen Distanz: “Wichtig ist es, konstant in meinen Spezialdisziplinen Riesentorlauf und Slalom Leistungen abzurufen. Es gilt von Rennen zu Rennen zu denken und jeweils das Maximum rauszuholen. Zum Schluss wird dann ein Strich gezogen und dann werden wir sehen, wer die Nase vorne hat.“

Nicht Jäger, sondern Gejagter
Marcel Hirscher – so hört man es aus Interviews von Kollegen und Konkurrenten heraus – ist die Bestmarke, an der es sich zu messen gilt. Er ist nicht der Jäger, sondern der Gejagte. Man schaut sich vieles ab: Trainingsmethoden und auch die Akribie in Sachen Material. Hirscher lässt sich ungern in die Karten schauen und bleibt lieber fokussiert: „Das wichtigste ist doch, dass man seinen eigenen Perfektionismus befriedigt und der ist bestimmt bei jedem anders ausgeprägt. Ich bin nun einmal dafür bekannt, ein Tüftler zu sein, der nichts dem Zufall überlässt. Aber für mich bedeutet das keinen zusätzlichen Stress oder Mehraufwand, sondern ich will es genauso. Es ist einfach meine Art, meinen Job zu erledigen.“

Konkurrenz oder Freundschaft
Wir haben trotzdem nachgefragt, ob es so etwas wie Freundschaft unter den Weltklasse-Skifahrern gibt: Immerhin sind einige ÖSV-Kollegen wie Max Franz oder Philip Schörghofer auch Trainingspartner. „Natürlich gibt es Freundschaften, das ist klar“, betont Marcel Hirscher. „Wir fahren ja nicht gegeneinander, sondern gegen die Zeit. Doch Skifahren ist ein Einzel- und kein Mannschaftssport, das ist auch fix. Dennoch pflege ich mit einigen Kollegen auch neben der Piste eine freundschaftliche Beziehung.“

Autorin: Franziska Lipp

Marcel Hirscher zum Kennenlernen

Der Skistar aus dem SalzburgerLand im Wordrap

  • Freundschaften zu pflegen, bedeutet sich für seine Freunde Zeit zu nehmen.
  • Mehr Freund als Konkurrent sind einige wie zum Beispiel Felix Neureuther.
  • Am liebsten messe ich mich mit der Zeit, denn egal wer Bestzeit fährt, die gilt es zu schlagen.
  • Siege feiere ich kurz.
Veröffentlicht unter Marcels Salzburgerland

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