Marathon und Museum im Mai. Warum es Marcel Hirscher gerade in die Stadt zieht.

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„Nach dem Training ist vor dem Training“ –  diese Devise gilt für Skirennläufer Marcel Hirscher. Nach der erfolgreichsten Saison seiner Karriere verabschiedete sich der Salzburger noch im April mit Freundin Laura für einige Tage zum Radfahren nach Spanien. Anfang Mai ging er dann mit einem eigenen „Team Marcel“ an den Start des „Wings for Life“-Runs in Wien.  Auf seinem Blog verriet der mittlerweile 27-jährige, dass er bei den ungewohnten Laufeinheiten einen „Muskelkater kassierte, dass ich mich kaum mehr bewegen konnte“. Irgendwie beruhigend für den Rest der Welt…!

 

Zeit für die Landesausstellung 2016

Stillsitzen? Für Marcel Hirscher undenkbar. Und dennoch beginnt für den Spitzensportler nun die „stillste Zeit“ des Jahres. Denn neben dem Aufbautraining, das er zuhause absolviert, bleibt Zeit für eher ungewohnte Freizeitbeschäftigungen: So etwa für einen Shoppingausflug, Sightseeing oder einen Museumsbesuch in der Salzburger Altstadt. „Ich muss zugeben, dass ich nicht der große Kunst- und Kulturkenner bin. Um sich in diese Thematik reinzutigern, braucht man viel Zeit und die bleibt mir in meiner momentanen Lebensphase nicht“, sagt Marcel Hirscher. „Doch die Landesausstellung 2016 im Salzburg Museum werde ich mir auf alle Fälle ansehen. Es gibt viele Themen, die man im Heimatkundeunterricht in der Schule gehört hat. Aber das wenigste hat man sich wirklich gemerkt.“

 

Geschichte schreiben und Spuren hinterlassen

Im März erhielt Marcel Hirscher das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ vom damaligen Bundeskanzler Werner Faymann überreicht. „Das war so ein Moment in meinem Leben, in dem mir klar wurde, dass man selbst Teil der Geschichte eines Landes ist“, resümierte Marcel Hirscher. „Diese Auszeichnung hat mich mehr beeindruckt, als ich es erwartet hätte. Und sie gab mir Anlass nachzudenken, woher man kommt und was man hinterlässt.“

Marcel Hirscher ist Umfragen zufolge für 95 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Österreich ein Vorbild. Ein Umstand, der ihn freut, aber auch nachdenklich stimmt. Als er im vergangenen Jahr für die „Show your face“-Challenge nominiert wurde, bezog er zum ersten Mal öffentlich – dafür umso klarer – Stellung zu einem politischen Thema. Und zwar für Mitgefühl und Verständnis gegenüber Flüchtlingen und gegen Angst und Hass.

 

Die eigenen Wurzeln kennen

„Natürlich kann man sich nicht ständig damit auseinandersetzen, ob man für jemanden ein Vorbild ist und in erster Linie bin ich Spitzensportler“, sagt Marcel Hirscher. „Aber in gewissen Situationen bedeutet dieser Status schon auch, Verantwortung zu übernehmen. Zu wissen, woher man kommt und welche Werte man vertritt, ist mir selber sehr wichtig. Und da gehört natürlich auch die Geschichte des eigenes Landes dazu.“

Die Landesausstellung „Bischof. Kaiser. Jedermann. 200 Jahre Salzburg bei Österreich“ kann noch bis 30. Oktober 2016 im Salzburg Museum besichtigt werden. Marcel Hirscher wird den Museumsbesuch mit einem Abstecher in seine Lieblingsbar – das Carpe Diem – in der Getreidegasse verbinden.

Autorin: Franziska Lipp

 

Marcel Hirscher zum Kennenlernen.

Der Skistar aus dem SalzburgerLand im Wordrap…

  • Das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ zu erhalten, war eine große Ehre.
  • Heimat bedeutet für mich der Ort, an dem man zuhause ist.
  • Typisch Salzburgerisch ist für mich Offenheit für Neues.
  • Wenn ich einen Ausflug in die Stadt Salzburg mache, steht immer gutes Essen auf dem Programm.
  • Ein ganz normaler Sommertag bei mir Zuhause beinhaltet immer Zeit für mich.
Veröffentlicht unter Marcels Salzburgerland

Pause vom Spitzensport. Der weltbeste Skifahrer: Ab jetzt privat!

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Der diesjährige Skiweltcup ist zu Ende: Die großen und kleinen Kugeln sind verteilt, die weltbesten Skifahrer haben sich wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Auch Weltcupgesamtsieger Marcel Hirscher ist nach den arbeitsreichen und reiseintensiven Monaten nach Hause zurückgekehrt. Die bevorstehende Zeit bis Oktober ist prall gefüllt mit Medien- und Sponsorenterminen, mit dem Sommertraining im Inland sowie dem Schneetraining und den Materialtests in Übersee. Irgendwo auf dieser Welt liegt immer Schnee: Und diesem ist auch Marcel Hirscher auf der Spur. Genauso wie seine Konkurrenz: Denn selbst Profis können es sich nicht leisten, ein halbes Jahr nicht auf Ski zu stehen. Schon gar nicht Profis!

 

Urlaub im Salzburger Almsommer

Eine Auszeit gönnt sich Marcel Hirscher dennoch ganz bewusst. „Wenn man aus dem Lammertal kommt und dadurch viele Seen in unmittelbarer Umgebung hat, braucht man eigentlich gar nicht wegzufahren. In den letzten Jahren haben Laura und ich dennoch größere Fernreisen unternommen“, erklärt der Spitzensportler. „Erstens erweitert Reisen den Horizont und zweitens bin ich außerhalb Europas völlig unbekannt und kann somit noch besser entspannen.“

In diesem Jahr hat Marcel Hirscher keine große Reise geplant; Zur großen Freude von Cocker Spaniel Timon, der nun nicht auf sein Herrchen verzichten muss. Marcel Hirscher startet somit ohne Zeitverzögerung in seine zweitliebste Jahreszeit – in den Salzburger Almsommer.

 

Entspannung zuhause

Die Berge, die Flüsse, die Seen – sie alle gehören zu den ersten und schönsten Kindheitserinnerungen von Marcel Hirscher: Sie haben ihn geprägt und bieten ihm – dem Viel- und Weitgereisten – noch heute die besten Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Sommer. „Am besten entspannen kann ich zuhause bei meiner Familie, meiner Freundin und meinem Hund“, so der Annaberger. „Da finde ich die Ruhe, die mir zwischen den doch recht intensiven Reisen gut tut. Bei uns im Lammertal ist es traumhaft schön. Zwischen Gosaukamm und Tennengebirge gibt es einmalige Plätze mit einem unglaublichen Panorama.“ Ein Berg, der ihn besonders reizt, ist die Bischofsmütze: Der markante, 2.458 Meter hohe Gipfel verdankt sein Aussehen einem mächtigen Felssturz im Jahr 1993, bei dem ein 200 Meter hoher Pfeiler in die Tiefe donnerte. Marcel Hirschers Vater hat den Berg zigmal bestiegen, für diesen Sommer hat er sich selbst eine Besteigung fest vorgenommen.

 

Ohne Adrenalin geht’s nicht

Mit dem Kajak geht’s in die Lammer direkt vor der Haustür, zum Stand-up-Paddling an den Fuschlsee, zum Wandern auf die Stuhlalm, zum romantischen Dinner ins Winterstellgut oder zum Döllerer und zu einem gepflegten Drink in die nahe gelegene Stadt Salzburg. Auch seine Freunde lädt Marcel Hirscher gerne zu sich nach Hause ein: Dann kocht er höchstpersönlich – am liebsten Steaks mit Gemüse. Doch so sehr sich der 27-Jährige auch nach Entschleunigung und Entspannung sehnt, so schwer tut er sich damit: Viel zu sehr liebt er die Action, das Adrenalin, die Abwechslung. Rennfahren, Fliegen, Slacklining, Motocross – auch im Sommer braucht der Salzburger die Kicks, die ihn die Lebendigkeit spüren lassen. Bruder Leon und Vater Ferdinand sind ihm die perfekten Sparring-Partner, manchmal ist auch sein Freund und Raiffeisen-Kollege, der Skirennläufer Max Franz, mit von der Partie. Die Wettkämpfe auf der Motocross-Bahn gehen nicht immer ganz so glimpflich aus, wie das Familienoberhaupt sich das wünschen würde. Doch die „Buben“ haben ihren Spaß. Und das ist doch wichtigste Voraussetzung für einen perfekten Sommer.

Autorin: Franziska Lipp

Marcel Hirscher zum Kennenlernen.

Der Skistar aus dem SalzburgerLand im Wordrap…

  • Besonders wohl … und geborgen fühle ich mich an der Lammer, wo ich aufgewachsen bin und auf der ich gerne mit dem Kajak unterwegs bin.
  • Meine Freizeit vergeude ich ungern… mit Einkaufen gehen, Essen kochen oder putzen. Da bin ich sehr praktisch veranlagt: Das alles muss ganz unaufwändig von statten gehen.
  • Musik bedeutet… mir sehr viel. Ich habe einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack. House höre ich am liebsten, doch ich entdecke auch immer wieder Neues. Vor kurzem habe ich von einem Hobby-Musiker – Ro Bergmann – aus Kuchl bei Salzburg ein ganz tolles Lied über mich selbst geschenkt bekommen. Das ist richtig gut geworden.
    (Anmerkung der Redaktion: Das Lied heißt „Best Time (Song for Marcel)“)
  • Dinge, in denen ich gerne besser wäre, sind… kochen, geduldig sein, entspannen.
  • Am SalzburgerLand schätze ich… die intakte Natur, die Ausgeglichenheit und die Möglichkeit zu unzähligen sportlichen Aktivitäten.
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Terminslalom und große Ehren

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Ehrungen, Auftritte, Materialtests – langweilig wird mir auch nach dieser aufregenden Saison nicht.

Hi Leute,

nachdem meine bisher erfolgreichste Saison nun zu Ende gegangen ist, habe ich sozusagen die Ski in die Ecke gestellt, mich der Flut an Terminen gewidmet und für meine Verhältnisse viel Zeit abseits der Berge verbracht. Der Tagesrhythmus, der bei mir während des Winters oft fast minutiös geplant ist, war in den letzten Wochen völlig ungewohnt, aber die Abwechslung tut gut. Im Moment jagt noch ein Termin den anderen, aber bevor das Aufbautraining startet, werde ich mich noch in Richtung wärmerer Gebiete aufmachen und die Batterien wieder vollständig aufladen.

Seit dem letzten Blog hat sich viel getan, was war bei mir los in den letzten Wochen? Los ging es mit meiner Übernahme des Ö3-Radiostudios und ich muss sagen, dass ich dabei nervöser war, als vor meinen wichtigsten Rennen – die Turntables der größten Morgenshow des Landes zu kontrollieren war für mich etwas völlig Neues und auch wenn man das Gefühl hat, dass vor diesem riesen Publikum jedes Wort sitzen muss, hatte ich eine Menge Spaß.

Danach stand ein Treffen mit unserem Bundeskanzler Werner Faymann auf dem Programm und obwohl ich es mir nicht gedacht hätte, war dieser Anlass ein sehr emotionaler für mich. Als Sportler das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen zu bekommen ist eine riesen Ehre und eine Bestätigung, die ich mir nie zu erträumen gewagt hätte. Diesen Push hab ich dann in die Materialtests mitgenommen und ich bin froh, dass wir jetzt am Ende des Winters schon viel Arbeit für die kommende Saison erledigen und die guten Bedingunen erfolgreich nutzen konnte. Meinen Vertrag mit Atomic habe ich für weitere zwei Jahre verlängert und die Suche nach dem „ultimativen Speed“ geht ungebremst in die nächste Runde!

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1RQLaaT

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High Five!

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Die Minuten, in denen die Hymne gespielt wird & du die Kugel in Händen hältst, sind unbeschreiblich.

Hi Leute,

die angekündigte Pause letzte Woche hat extrem gut getan. Phantomschmerz wegen des ausgelassenen Weltcup-Stopps – Fehlanzeige! Mein Highlight der Woche statt des Weltcups in Kvitfjell: eine ausgedehnte Tour auf dem Skidoo. Eine geniale Abwechslung und für mich ähnlich aufregend, wie wenn sich jemand ein paar Mal im Jahr eine Harley ausleiht ;).

Beim Saisonfinale in St. Moritz habe ich wieder ins Renngeschehen eingegriffen und es hat riesigen Spaß gemacht. Im ersten Lauf haben mein Team und ich wie die gesamten letzten Monate in den Technikbewerben mit Blick auf nächste Saison wieder einige Dinge getestet – auch deshalb stand nach dem ersten Durchgang „nur“ Rang 5 zu Buche. Im zweiten Lauf habe ich dann einige Reserven mobilisiert, so dass ich diese fantastische Saison mit einem weiteren Podiumsplatz ausklingen lassen konnte. Das freut mich sehr und unterstreicht meine bis dato beste Saison.

Dann war es Zeit, meine fünfte große Kristallkugel in Empfang zu nehmen und es war ein tolles Gefühl! Umringt von meinem Team am Podest, da hat man schon gemerkt, dass man etwas Großartiges erreicht hat. Die Gedanken, die mir in diesem Moment, oben auf dem Podium durch den Kopf schießen, fangen bei harten Trainingseinheiten in aller Früh an und hören bei Rennen auf, die mal super und mal nicht so reibungslos gelaufen sind… Die paar Minuten, in denen die Hymne gespielt wird und du die Kugel in Händen hältst, sind unbeschreiblich. Da denkt man über so manches nach! Umso mehr freue ich mich, dass ich der Skigeschichte in dieser Saison ein Kapitel hinzufügen konnte, das so noch nicht geschrieben wurde.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1Mkemqg

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Wir gratulieren Marcel Hirscher zu zwei Kristallkugeln und einem Weltrekord!

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Der Ski-Weltcup 2015/16 ist zu Ende und die Saison hat einen Star: Marcel Hirscher! Der Salzburger gewann zum fünften Mal in Folge den Gesamtweltcup und sorgte damit gleich für einen Weltrekord: Noch nie zuvor war es einem Rennläufer gelungen, die große Kristallkugel fünfmal zu erkämpfen. Dabei war dieser Winter alles andere als einfach: Marcel Hirscher wurde nicht nur von der Konkurrenz gejagt, sondern sah sich auch mit unkalkulierbaren Hindernissen konfrontiert. Doch einmal mehr bewies der Annaberger einen kühlen Kopf und tat, was er besser kann, als alle anderen: Skifahren auf allerhöchstem Niveau!

 

Mit 27 Jahren schon eine Legende

Die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup, die kleine Kristallkugel für die Disziplin Riesentorlauf, 19 Podestplätze und ein persönlicher Saisonrekord nach Punkten – so die grandiose Bilanz von Marcel Hirscher. Ihm gelang mit dem fünften Gesamtweltcup-Sieg ein Weltrekord, der nur schwer zu toppen sein wird. In jedem Fall hat der Salzburger damit schon einmal Skigeschichte geschrieben. Wir blicken auf vier bewegte Monate zurück.

 

Eine „ungeheuerliche“ Saison

Für Marcel Hirscher war diese Saison alles andere als einfach: Schneemangel, ein Diebstahl und ein Drohnen-Unglück, Probleme mit dem Material und eine Erkältung – diesen Winter ließ Marcel Hirscher einfach nichts aus. In einem Interview im Januar sagte er: „Der Skigott macht es mir heuer nicht leicht, aber ich halte dagegen. Und ich kann nur wertschätzen, wie fesch es die letzten Jahre bei mir gegangen ist.“ Schnee- und wetterbedingt mussten in dieser Saison Klassiker wie der Slalomauftakt im finnischen Levi sowie der Riesentorlauf in Adelboden und Garmisch-Partenkirchen abgesagt, andere Rennen wiederum verlegt werden. Im Dezember verschwand in Südtirol Marcel Hirschers Siegerski von Val d’Isere und Alta Badia aus dem Zielraum und blieb trotz seiner auf Facebook geposteten Vermisstenanzeige unauffindbar.

 

Beinahe-Unfälle und Ausfälle

Kurz darauf dann der Unfall mit der Kamera-Drohne, der viel schlimmer hätte ausgehen können: Während des Slaloms in Madonna die Campiglio stürzte eine Drohne während des laufenden Rennens auf die Piste. Sie verfehlte Marcel Hirscher nur um wenige Sekunden. Der Skiläufer blieb unverletzt und realisierte erst im Nachhinein, wie knapp er einer Misere entgangen war. In Wengen dann waren Hirschers Kanten ruiniert: Im zweiten Lauf schied der Salzburger aus. Ebenso in Kitzbühel, wo er als Halbzeitführender im zweiten Lauf einfädelte.

 

Das „Wunder von Schladming“

Beim Nightrace Ende Januar in Schladming dann das nächste Desaster: Die Gläser seiner Skibrille waren falsch herum eingesetzt worden. Während des Laufs beschlug die Brille, Marcel Hirscher absolvierte den Lauf mehr oder weniger im Blindflug und landete auf den 22. Platz. Was er im zweiten Durchgang ablieferte, zeugte von seiner Professionalität und seiner Nervenstärke: Von Platz 22 fuhr Marcel Hirscher auf Platz 2 und sorgte für das schier unglaubliche „Wunder von Schladming“. Auf Platz 1 lag erneut Marcel Hirschers schärfster Konkurrent Henrik Kristoffersen, der sich am Ende dieses Winters auch die kleine Kristallkugel im Slalom sicherte.

 

Abkürzung zum Gesamtweltcup

Im Februar folgten anstrengende Wochen mit Reisen nach Korea und Japan. Nach einem Einfädler und dem vorzeitigen Aus im Slalom machte Marcel Hirscher daraufhin die Schotten dicht und konzentrierte sich ganz aufs Training und das bevorstehende Saisonende. Er ließ das Rennen in Chamonix aus, um sich optimal vorzubereiten: Nach dem Triumph im Parallel-Slalom in Stockholm folgten drei Podestplätze in Hinterstoder. Den Sack buchstäblich zu machte Marcel Hirscher mit seinem Sieg im Riesentorlauf in Kranjska Gora. Damit stand noch vor Ende der Weltcup-Saison Marcel Hirscher als Gesamtweltcup-Sieger fest. Mit 1.795 Punkten gibt es nur noch einen einzigen Skifahrer, der jemals mehr Zähler verbucht hat: Der Salzburger Hermann Maier. Für Marcel Hirscher entpuppte sich der Winter 2015/16 als grandioser Erfolg. Sein Fazit: „Das war eine extreme Saison – in jeder Hinsicht – und ich bin überglücklich, dass es am Ende so ausging.“

 Autorin: Franziska Lipp

 

Marcel Hirscher im Wordrap…

  • Jeder Sieg ist… für sich speziell und wichtig. Doch auch gute Leistungen, die nicht in einem Sieg enden, muss man wertschätzen. Man kann nicht immer gewinnen.
  • Ich spüre Dankbarkeit, wenn… ich mir bewusst mache, dass ich ein Leben in Fülle und Zufriedenheit leben darf; dass ich vollkommen gesund bin und Menschen um mich habe, denen ich vertrauen darf.
  • Besonders in Erinnerung bleibt mir die Saison 2015/16, weil… Drohnenabsturz, Ski gestohlen, Brillenglas verkehrt und angelaufen … hm, da kann ich mich gar nicht entscheiden ;-)
  • Herzhaft lachen musste ich heuer… sehr, sehr oft, da ich meinen Job mit Freude machen darf und ein tolles Team um mich habe, in dem auch der Spaß niemals zu kurz kommt.
  • An Wunder zu glauben, … ist möglich, doch ich tue es nicht.

 

 

Veröffentlicht unter Marcels Salzburgerland

Mit 27 Jahren zur Legende!

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Der Gesamtweltcup ist entschieden, die Riesenslalom-Kugel gehört nach 2012 & 2015 wieder mir. Yes!

Hi Leute,

jetzt ist der Sack zu und die fünfte Kugel wohl fixiert. Doch wie ging das? In Kurzform: Einmal Dritter, zweimal Erster, fertig! Doch so einfach war das natürlich nicht. Am Freitag war ich im ersten Durchgang Siebenter. Acht Zehntel Rückstand. Da half nur eines: Alles oder Nichts! All in! Mit Bestzeit im zweiten Lauf Platz drei und damit um zwanzig Punkte meinen Vorsprung ausgebaut. Nicht genug…

Samstag, dichtes Schneetreiben, schwierige Pisten- und Sichtverhältnisse. Von den Schlägen her, einer der schwersten Riesenslaloms, die ich je gefahren bin. Echt grenzwertig. Doch ich wusste, ich kann gewinnen und ich wusste, ich habe damit die Möglichkeit den Gesamtweltcup klar zu machen. Ich ging das Risiko ein. Auch, dass ich ausfallen könnte, doch ich hatte ja noch mehrere Chancen, um Punkte zu sammeln. Und auch im Riesentorlauf-Weltcup zu wissen, wenn ich gewinne, kann ich das einmal fixieren, war mir ganz, ganz viel wert.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1Tll41z

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Super-G-Sensation hoch 3

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3 Rennen in 3 Tagen – da bist du am Limit, aber 3 Stockerl aus 3 Rennen ist jede Anstrengung wert.

Hi Leute,

was für eine Woche – was für ein Wochenende! Los ging’s am Dienstag mit dem Sieg im Parallel-Slalom beim City-Event in Stockholm. Ein sehr cooles Event mit großem Potenzial für die Zukunft. Ich denke, dass im Rahmen dieses Formats Großes entstehen kann. An die Zuschauerzahlen, die wir in Stockholm hatten, könnte ich mich gewöhnen ; ) Aber im Ernst: Großer Skisport in großen Städte, das passt und ist ein tolles Erlebnis für Fans vor Ort, TV-Zuseher und Fahrer.

Einige Tage später ging es in das angekündigte XXL-Wochenende in Hinterstoder, das rückblickend sensationell gelaufen ist. Drei Rennen in drei Tagen – da bist du definitiv am Limit, was die Ressourcen betrifft, aber drei Stockerl aus drei Rennen, das ist tip top und jede Anstrengung wert. Zwei zweite Plätze im Riesentorlauf Freitag und Sonntag und Platz 3 im Super G am Samstag, das ist eine Ausbeute, mit der niemand rechnen konnte – ich auch nicht. Insbesondere im Speedbewerb am Podest zu stehen ist ein Wahnsinn…

Mehr erfahrt ihr hier:  http://bit.ly/1LpQ79C

 

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

XXL-Wochenende in Hinterstoder

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Mehr Rennen bedeuten mehr Chancen, Punkte zu sammeln. Genau darauf werde ich mich konzentrieren.

Hi Leute,

Chamonix habe ich wie angekündigt ausgelassen, um die Zeit zum Trainieren zu nutzen – Mitte der Woche am Wettkampfhang in Hinterstoder, Ende der Woche auf der Reiteralm. Beide Male lag der Fokus klar auf dem Riesentorlauf. Leider waren die Bedingungen in Hinterstoder wegen des Wetters nicht so ideal, wie erhofft. Nebel und weiche Pisten haben uns die Vorbereitung auf das kommende XXL-Wochenende erschwert. Dennoch war es gut vor Ort gewesen zu sein.

Nicht zuletzt, weil ich in Hinterstoder an jener Stelle vorbeifahren werde, an der ich mich im Februar 2011 verletzt habe. Obwohl ich seither nicht mehr dort war, kenne ich die Stelle noch ganz genau, an der damals mein Kahnbein liegen geblieben ist. Und ehrlich gesagt: dort vorbeizufahren ist schon mit ein wenig Wehmut verbunden. Immerhin hat die Verletzung damals, unmittelbar vor der WM in Garmisch, mein Saisonaus bedeutet… Aber das ist lange her und mehr als Wehmut ist es dann auch nicht! Eine weitere Besonderheit ist, dass in Hinterstoder mit zwei RTLs und einem Super G gleich drei Rennen anstehen – sicher nicht das unwichtigste Wochenende des Rennkalenders!

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1oyY9CC

 

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Viel Reis, wenig Punkte

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Die Wochen zwischen Korea & Japan waren anstrengend – das frühe Aus im Slalom erklärt das nicht.

Hi Leute,

Nach dem frühen Aus im Slalom am Sonntag haben wir ruckzuck den nächsten Zug von Naeba nach Tokio genommen, um dort die Viertel aufzusuchen, die wir von unserem letzten Trip im Sommer bereits kannten – eine gelungene Abwechslung, die uns geholfen hat, die mäßigen Ergebnisse der Japan-Woche ein klein wenig zu vergessen… Rang 6 im RTL und der frühe Einfädler im 1. Lauf des Slaloms sind nicht die Ergebnisse, die ich aus Japan mitnehmen wollte, aber es ist, wie es ist.

So schön die letzte Woche und die fremden Eindrücke auch waren, so gut ist es, dass ich jetzt wieder heim komme, um Kräfte zu sammeln, mein Training zu forcieren, den Faden wieder zu finden und wieder mehr Routine in meine Abläufe zu bekommen. Die letzten zwei Wochen zwischen Korea und Japan waren mit einer Menge Anstrengung und Hotelwechseln verbunden – das Aus am 4. Tor im Slalom erklärt das freilich nicht! Einfädler, heißt es, passieren im Slalom immer wieder, sollten es aber nicht. Trotzdem muss man solche Dinge abhaken, anstatt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was gewesen wäre wenn…

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/20XLefe

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Der Mensch hinter dem Star

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Der Winter im SalzburgerLand ist eine ganz besondere Zeit. Nicht nur wegen des Schnees und der gemütlich eingeheizten Stuben, sondern auch wegen des Wintersports. Die Salzburgerinnen und Salzburger sind Skifahrer aus Leidenschaft. Sogar die, die dem Pistenspaß nicht aktiv nachgehen, finden sich an den Wochenenden vor dem TV-Gerät ein. Denn wenn der internationale Skizirkus rund um die Welt zieht, sind immer auch begnadete Athleten aus dem SalzburgerLand mit dabei. Seit Jahrzehnten prägen sie den hervorragenden Ruf des Landes als Heimat von Spitzensportlern.

 

Ein Jahr mit Marcel Hirscher

Wie schon die Jahre zuvor kommt auch in diesem Winter einer der besten Skifahrer der Welt aus dem SalzburgerLand: Marcel Hirscher. Seine Paradedisziplinen sind der Slalom und der Riesenslalom, wobei er auch im Super-G und in der Super-Kombination regelmäßig Spitzenplätze erzielt. Wir begleiten den 27-Jährigen ein Jahr lang und widmen ihm eine 15-teilige Reihe. Lernen Sie das Ausnahmetalent aus dem SalzburgerLand besser kennen und entdecken Sie ganz neue Seiten an ihm.

 

Ohne Salzburg wäre Österreich nicht Weltmeister

Salzburg feiert 2016 seine 200-jährige Zugehörigkeit zu Österreich. Umgekehrt darf sich auch Österreich freuen, denn ohne Salzburg hätte die Alpenrepublik weit seltener Weltmeistertitel, Gesamtweltcupsiege und Olympia-Erfolge zu feiern. Hätte das SalzburgerLand ein eigenes Skiteam, so würde dieses mit seinen Athleten und Athletinnen regelmäßig in der Nationenwertung unter den Top 3 landen. Allein Marcel Hirscher gewann von 2012 bis 2015 viermal den Gesamtweltcup in Folge. Zudem wurde der Annaberger viermal Weltmeister und entschied dreimal den Slalom-Weltcup und zweimal den Riesenslalom-Weltcup für sich.

 

Vom kleinen Pistenfloh zum zweifachen „Sportler des Jahres“

Auf Skiern stand Marcel Hirscher bereits mit zwei Jahren. Ganz freiwillig, so seine Eltern Ferdinand und Sylvia, beide leidenschaftliche Skifahrer und Skilehrer. Ihnen fiel schnell der hervorragende Gleichgewichtssinn und das Koordinationsvermögen ihres Sprösslings ins Auge. Auf die Frage, warum Marcel Hirscher Skirennläufer geworden sei, sagte er einmal in einem Interview lapidar: „Weil ich nichts anderes kann.“ Ganz schön tiefgestapelt: Marcel Hirscher absolvierte die Skihotelfachschule in Bad Hofgastein und schloss diese 2007 als „Bester Absolvent der Tourismusschulen Salzburg“ ab. Rückblickend hat er schon als Zwölfjähriger entschieden, sein Hobby zum Beruf zu machen. Heute gilt der Salzburger für 95 Prozent der Jugendlichen als echtes Vorbild: Schon als 18-Jähriger konnte er Raiffeisen als Sponsoring-Partner gewinnen.

 

Ein Skistar im Jahr 2016

Sein Talent, sein Gefühl für Schnee, sein Ehrgeiz und die körperlichen sowie mentalen Voraussetzungen ergaben in Kombination genau das, was einen Spitzensportler ausmacht. Sein wichtigster Coach: Sein Vater. Auch wenn Ferdinand Hirscher selbst nicht bei allen Rennen vor Ort ist, wird er telefonisch nach seiner Meinung gefragt. Marcel Hirschers Leute – allen voran Servicemann Edi Unterberger und Trainer Michael Pircher – gelten als echte Cheftüftler. Gemeinsam mit Marcel Hirscher sind sie Winter für Winter auf der Suche nach dem perfekten Ski und dem perfekten Schwung. Den aktuellen Ergebnissen zufolge, ist das Team auch in diesem Jahr auf dem richtigen Weg.

 Autorin: Franziska Lipp

 

Marcel Hirscher im Wordrap…

  • Meine Wurzeln sind… zur Hälfte aus dem Salzburger Tennengau und zur Hälfte aus dem niederländischen Den Haag.
  • Perfektionismus ist… für mich unabdingbare Voraussetzung, um erfolgreich zu sein.
  • Meine Kollegen… sind Konkurrenten, viele jedoch auch abseits der Piste Freunde wie etwa Max Franz, der sogar den gleichen Sponsor, Raiffeisen wie ich hat, oder natürlich Felix Neureuther.
  • Mein Lieblings-Trainingsplatz… ist zuhause natürlich, wo sonst?
  • Weit weg von zuhause… fühle ich mich unbeobachtet und das tut gut.
Veröffentlicht unter Marcels Salzburgerland

Learning by Doing in Jeongseon

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Rang 7 im Super G ist outstanding. Allein dafür hat sich unser Speed-Ausflug nach Südkorea gelohnt.

Hi Leute,

die Korea-Woche ist geschafft und war ebenso anstrengend wie lehrreich. Anstrengend vor allem auch deshalb, weil mich die Verkühlung von letzter Woche leider noch immer plagt. An sich geht das Gesundheitliche natürlich immer vor, aber die Möglichkeit, die Olympiapiste für 2018 in Jeongseon testen zu können, wollte ich mir partout nicht nehmen lassen – Stichwort: Aus Fehlern gelernt ;)

Nach fünf Tagen Südkorea bleibt Folgendes festzuhalten: Gesundheitlich hat mir der intensive Trip sicher nicht geholfen, mental hat er mich dagegen ein gutes Stück voran gebracht. Wir haben uns in den Speed-Bewerben komplett aufs Learning by Doing eingelassen und unser Vorhaben ist aufgegangen. Im Abfahrtstraining konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln. Rang 7 im darauffolgenden Super-G ist angesichts der Kurssetzung, die doch eher den Abfahrtsfahrern entgegenkam, ein großartiges Ergebnis – allein dafür hat sich der Trip gelohnt!

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1W65lRu

 

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Augen zu und durch!

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Das Brillendrama in Schladming war kurios, die Absage des Garmisch-RTL für mich ein Glücksfall.

Hi Leute,

statt im Flieger nach Südkorea liege ich zuhause im Bett und tue mein Möglichstes, die starke Erkältung, die mich seit Mittwoch plagt, in den Griff zu bekommen. Sie ist auch der Grund dafür, dass wir nun erst Dienstag zum Super-G nach Jeongseon fliegen.

Die letzte Woche war wieder mal turbulent! Begonnen hat sie mit dem Nachtslalom in Schladming, wo mir im 1. Lauf aufgrund des falsch eingelegten Glases kurzzeitig der Durchblick gefehlt hat. Nach Skiklau und Drohnenabsturz, diesmal also meine Ski-Brille, die den Journalisten eine kuriose Geschichte liefert ; ) Unglaublich, aber wahr. Umso glücklicher war ich, dass ich es trotzdem ins Ziel geschafft habe, wenn auch nur als 22. Im 2. Lauf hatte ich nichts mehr zu verlieren und habe dementsprechend attackiert und versucht das Maximum herauszuholen, was mit Platz 2 am Ende ja auch gelungen ist. Nur einer hat mich wieder mal geschlagen: der derzeit überragende Vikinger, Henrik Kristoffersen. Mit Felix Neureuther habe ich nach seinem Einfädler mitgelitten: Er hätte sich den Sieg nach dem 1. Lauf verdient gehabt, aber so ist Slalom…

Mehr erfahrt ihr hier:  http://win.gs/1WXaa0p

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Knallhartes Kitzbühel

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Platz 2 im Slalom ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt heißt’s weiter Vollgas.

Hi Leute,

zuerst möchte ich Aksel Lund Svindal und meinen ÖSV-Kollegen gute Besserung wünschen! Bis zuletzt haben wir nach den vielen Abfahrts-Stürzen für Aksel und Co. das Beste gehofft. Die Diagnose Kreuzbandriss ist zu diesem Zeitpunkt nicht nur für einen Aksel in Bestform dramatisch. Auch für Max Franz, Florian Scheiber und Georg Streitberger ist die Saison nach den Crashs am Hahnenkamm gelaufen.

Angesichts der Fülle an Stürzen muss und darf man die Sicherheit im Abfahrtssports in Frage stellen. Klar, es ist ein schmaler Grat zwischen spektakulärer und kaum noch fahrbarer Piste und den schwersten Job hat hier sicherlich der Verantwortliche der FIS, doch nach dieser Sturzserie darf man ernsthaft überlegen, wie man die Speed-Bewerbe in Zukunft wieder sicherer gestaltet…

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1ntJk4t

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Technischer K.O. in Wengen

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Wengen ist als technisches Gebrechen abgehakt. Nächster Halt: Kitzbühel & die Quattro-Challenge.

Hi Leute,

was soll ich sagen… Wengen war – leider wie im letzten Jahr – ein Rennen zum Vergessen. Mehr als das Ausscheiden im 2. Lauf ärgert mich der 1. Durchgang, weil er von der Zeit her alles andere als berauschend war. Im Zweiten waren plötzlich meine Kanten kaputt und damit der Grip weg und mit platten Reifen wird das Kurvenfahren nunmal schwierig. Das kann man akzeptieren. Was ich nur schwer akzeptieren kann, ist der Zeitabstand nach dem ersten Lauf. Obwohl ich gekämpft habe wie ein Löwe, war ich trotzdem nicht in Schlagdistanz zu den Führenden. Das gibt zu denken – genau wie die kaputten Ski, von denen wir bis jetzt noch nicht wissen, wo sie genau kaputt gegangen sind.

Mental gilt es, Wengen jetzt als technisches Gebrechen abzuhaken und uns auf Kitzbühel zu konzentrieren. Die dringlichste Frage ist jetzt: Wie schaffen wir es, den Anschluss an Henrik Kristoffersen wiederherzustellen, der selbst den „Abfahrts-Slalom“ in Wengen bravurös gemeistert hat! Auf einem Kurs, der einem Weltcup-Rennen nicht wirklich würdig war, erneut so zu brillieren, das ist schon eine Ansage. Von daher – Chapeau!

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1Rw3bMt

 

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Neues Jahr, alte Herausforderungen

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Platz 1 und 2 im Slalom sind top, denn das zeigt: Ich habe einen Fuß in Henrik Kristoffersens Tür

Hi Leute,

Neues Jahr, neues Glück. Oder sollen wir besser sagen: alte Herausforderungen? Damit meine ich nicht etwa Drohnen, die vom Himmel fallen – das Thema ist für mich abgehakt, weil ich sicher bin, dass es so etwas bei einem Ski-Rennen nie wieder geben wird. Nein, mit alten Herausforderungen meine ich zum Beispiel das schon längere Zeit schwierige Wetter und natürlich den derzeit besten Slalomfahrer der Welt: Henrik Kristoffersen.

Die gute Nachricht ist, dass wir Letzterem in St. Caterina kurz nach dem Jahreswechsel erstmals in dieser Saison einen Slalom-Sieg entreißen konnten. Das Wetter hingegen kriegen selbst wir nicht in den Griff: Zuerst der wetterbedingte Umzug des Slalomrennens von Zagreb nach St. Caterina, dann die Absage des RTL in Adelboden. Ich glaube, dass die Organisatoren alles versucht haben, doch gegen Regen und zu warme Temperaturen sind selbst die besten Pistenbauer und Organisatoren machtlos. Klar, eine solche Absage schmerzt immer, doch ich glaube, im Sinne der Fahrer und der Sicherheit war es die richtige Entscheidung, das Rennen zu canceln.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1OWQMkv

Veröffentlicht unter Saison 2015/2016

Rückblick, Einblick, Ausblick, …

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Über einen perfekten Saisonstart, „Luftangriffe“ vor der Weihnachtspause & kommende Aufgaben

Hi Leute,

sitze gerade im Auto am Heimweg von Italien und darf zurück und vorwärts blicken. Wow! Wahnsinn, was in wenigen Wochen alles passiert ist. Erster Speed-Sieg, tolle GS- und SL-Performance und eben einen „Luftangriff“ überstanden. Verrückt, was da abgegangen ist. Und ganz ehrlich: Wenn ich mir die Bilder vom Drohnenabsturz im Internet ansehe, bekomme ich feuchte Hände und zittere.

Begonnen hat alles mit einer Entscheidung: Dieses Jahr kein Überseetraining. Manche haben es belächelt, andere waren schockiert. Spätestens in Sölden wussten wir, dass die Entscheidung richtig war. Dann ging es Schlag auf Schlag. Nordamerika: Zwei Rennen, 200 Punkte. Mein erster Super-G Sieg ist mit Sicherheit das bisherige Saison-Highlight. Weiter ging’s in Frankreich: Riesentorlauf 100 Punkte. Erster Slalom der Saison. First run flop, second run top. 80 Punkte.

Mehr erfahrt ihr hier: https://t.co/746VQ2DbH7

 

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Das Set-Up rennt – auch im Slalom

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Wenn ich einmal pensioniert bin, werde ich auf Rennen zurückschauen wie das in Val d’Isere.

Hi Leute,

Der Riesenslalom in Val d’Isere ist für mich immer ein Highlight. Der Hang ist der schwerste des ganzen Jahres und er hat mir und den anderen Fahrern auch diesmal alles abverlangt. Umso größer ist die Freude über den 1. Platz – besonders, weil es mir gelungen ist, mit diesem Erfolg eine neue Bestmarke zu setzen!

Während der Saison spielen Rekorde, wie der 16. gewonnene Riesentorlauf eine untergeordnete Rolle, da geht es um Punkte für den Gesamtweltcup. Aber wenn ich irgendwann mal pensioniert bin und mit einem guten Glas Rotwein daheim vor dem Kamin sitze und mir die Ski-Geschichtsbücher anschaue, dann werden Rekorde wie dieser Bestand haben. Genau das ist es, was mich schon jetzt so sehr an ihnen freut.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1Md0xCZ

 

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Colorado für 200

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Passend zu seinem Fan-Song „Best Time“ gelingt Marcel in Beaver Creek ein grandioser Doppel-Sieg.

Hi Leute,

auf dem Weg zum Flughafen in Denver ist Zeit, das besondere Rennwochenende kurz Revue passieren zu lassen, an dem ich sowohl meinen 15. Riesentorlaufsieg als auch meinen allerersten Speed-Triumph einfahren konnte!

Über welchen Erfolg ich mich mehr freue, kann ich gar nicht sagen. Beide sind ganz speziell: Der Super-G-Sieg, weil niemand damit rechnen konnte, dass ich auch dort einen Hunderter holen würde. Der Riesentorlauf, weil er aufgrund des wechselhaften Kurses und der teils eisigen, teils von der Abfahrt zerfurchten Streckenabschnitte extrem anspruchsvoll war.

Alles in allem ein grandioses Rennwochenende, das man so früh in der Saison allerdings nicht überbewerten sollte. Denn bei beiden Erfolgen – das muss man ehrlicherweise sagen – hatte ich auch das nötige Quäntchen Glück auf meiner Seite. Aber: Auf diesem Niveau, wo jeder auf der letzten Rille fährt, benötigt man auch das, um gewinnen zu können. Von daher gilt es mit Blick auf die nächsten Rennen, den Ball flach zu halten. Frei nach dem Motto, dass jedes Rennen ein Neustart ist.

Bis es am kommenden Samstag in Val d’Isere in die nächste Runde geht, stehen daheim erst einmal drei Tage Regeneration und Jetlag-Bewältigung an. Im Anschluss werden wir versuchen, einen Tag Slalom zu trainieren, und dann ab nach Frankreich! Doch davor müssen wir zuerst unseren Flug erwischen, was – Stand jetzt, im Stau im Auto – noch nicht zu 100 Prozent sicher ist. Doch ich bin guter Dinge, dass uns an auch das gelingt ; )

In der Zwischenzeit möchte ich euch den Song „Best Time“ von Ro ans Herz legen, den mir der Salzburger Musiker eigens komponiert und per Mail zugeschickt hat. Von all den Fan-Songs, die mir bisher zugesandt wurden, war das mit Abstand der beste. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn euch gemeinsam mit Hitradio Ö3 als kleines Weihnachtsgeschenk zur Verfügung zu stellen: http://ro-music.com/best-time/

Ich hoffe, er gefällt euch…

Wir sehen uns in Frankreich!

Euer Marcel.

 

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Zwischen Speedbewerb und RTL

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Endlich. Die Schonzeit ist vorbei. In der Woche vor Beaver Creek gilt wieder Zuckerbrot & Peitsche.

Hi Leute,

anders als im letzten Jahr habe ich den Jetlag diese Reise äußerst gut verkraftet. Warum genau weiß ich nicht, aber ich vermute, dass es daran liegt, dass ich mir vor der Abreise zuhause ein paar Tage Ruhe und Erholung gegönnt habe. Dementsprechend schnell sind wir hier in den Rhythmus gekommen: Nach unserer Ankunft am Dienstag stand am Mittwoch direkt die erste Einheit auf dem Programm.

Seither haben wir drei Tage Riesentorlauf trainiert – zwei davon in Vail, einen in Copper Mountain, wo wir am Samstag eine Super G-Einheit eingeschoben haben. Wie so oft in Amerika machen es mir die genialen Bedingungen äußerst leicht, den Fun-Faktor hochzuhalten. Ich sage mal: Mit dem entspannten Wechsel zwischen leichtem Schneefall und Sonne kann ich arbeiten. ;)

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1OzKeV3 

 

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Gut vorbereitet übern Großen Teich

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Vor den Rennen in Colorado nimmt Marcel das Tempo raus. Getreu dem Motto: Start slow, finish strong.

Hi Leute,

zwei Tage vor dem Flug nach Colorado ist alles vorbereitet und organisiert, sodass ich mich guten Gewissens für zwei Wochen nach Amerika verabschieden kann. Mein Trainings- und Wettkampfmaterial ist bereits im Container unterwegs und sogar meine Privatsachen sind bereits gepackt und stehen abflugbereit.

Nun genieße ich die letzten Tage daheim und blicke auf einige chillige Tage mit der Familie und eine super Trainingswoche zurück, in der ich vor allem im Super-G und im Slalom angegriffen habe. Jetzt – endlich – wird es ernst ;)

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1SUDMsM

 

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Mit Volldampf Richtung USA

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In Beaver Creek warten RTL, Super-G & gutes Steak. Kurz: der American Dream für Skifahrer

Hi Leute,

angesichts der tragischen Ereignisse in Paris fällt es mir schwer, an Skifahren zu denken. Dennoch geht es für mich und meine Weltcupkollegen nun mit großen Schritten in Richtung USA und Beaver Creek. Darauf möchte ich mich konzentrieren – vielleicht auch ein wenig zur Ablenkung…
Konkret kann ich berichten, dass bis Donnerstag das komplette Equipment verladen sein wird. Dann gibt es für mich und mein Material kein zurück mehr – und das ist gut so! Denn nach der extra langen Pause nach Sölden (und dem mangelnden Schnee) bin ich nun mehr als bereit, die Saison mit Volldampf (und auf gutem Schnee) zu starten.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1STe2gU

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Nach der Galanacht ist vor dem Rennen in Levi

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Emotionen in Wien, Timon in Halloweenlaune & Marcel auf Bergtour –Blick auf eine etwas andere Woche

Hi Leute,

mein Wochenende war ausnahmsweise nicht von Rennzeiten geprägt, sondern von schönen, aber auch emotionalen Eindrücken bei der diesjährigen Galanacht des Sports.

Über die Auszeichnung zum Sportler des Jahres habe ich mich sehr gefreut! Einen Award wie diesen zu bekommen, ist eine ganz besondere Ehre – das wird einem umso bewusster, wenn man am gleichen Abend zusieht, wie Anna Fenninger mit Verletzung zuhause sitzt und ihren Award per Videowall entgegen nimmt…
Das emotionalste Highlight war aber sicher der erste öffentliche Auftritt von Kira Grünberg, der mich und viele andere sehr berührt hat. Hochachtung vor ihrer Courage und ihrer Einstellung!

Was meine Vorbereitung auf Levi betrifft – die musste am Wochenende warten. Zum einen, wollte Timon unbedingt Halloween feiern (s. unten)…

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Mehr erfahrt ihr hier: http://bit.ly/1WqcvQm

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Zwischen Freud und Leid in Sölden

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Platz 3 beim RTL in Sölden wertet Marcel als Erfolg, die Verletzung von Anna Fenninger als Drama. 

Hi Leute,

bevor ich auf den Saisonauftakt in Sölden eingehe, möchte ich die Chance nutzen, Anna Fenninger nochmals alles Gute zu wünschen! Ihr Sturz im Training hat gezeigt, wie brutal unser Sport sein kann. Aber so wie ich die Anna kenne, wird sie nicht locker lassen und noch stärker zurückkommen. Dafür drücke ich ihr schon jetzt ganz fest die Daumen.

Nun zu meiner Leistung in Sölden: Wie bei jedem Saisonauftakt hat der Körper auch diesmal wieder eine Menge abgekriegt. Doch die Schinderei am Rettenbachgletscher war nicht umsonst! Denn Platz 3 beim ersten RTL des Rennjahres liefert ein durchaus positives Signal für den Kopf. Denn aus skifahrerischer Perspektive ist ein Podestplatz tip top!

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1P0ziRK

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Das Rennthermometer steigt

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Vor dem RTL in Sölden bleiben Zweifel. Doch keine Panik: Zum Auftakt war Marcel noch nie am Limit … 

Hi Leute,

es ist wieder so weit: Am Sonntag startet in Sölden die neue Skisaison und ich kann sagen: das Rennthermometer steigt! Trotz der Zweifel bezüglich meiner bisherigen Trainingszeiten. Denn mit Blick auf die letzten Jahre weiß ich, dass ich zu dieser Jahreszeit noch nie am Limit gefahren bin – von daher: keine Panik ;)

Das Wichtigste ist, dass wir seit Wochen gut trainieren, ich fit bin und bis in die Haarspitzen motiviert. Frei nach dem Motto „Never change a winning team“ haben wir in der Vorbereitung wieder auf Altbewährtes gesetzt – was nicht heißt, dass wir nicht fleißig am Set-Up gebastelt hätten… Im Gegenteil! Das Atomic Pro Center hat mich in letzter Zeit sehr oft gesehen und wird das auch in Zukunft tun.

Mehr erfahrt ihr hier: http://win.gs/1P9qyJ0

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Ein kristallklares Finale

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Eine große und zwei kleine Kristallkugeln: In Méribel krönt Marcel seine historische Saison doppelt.

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Eine Kugel und viele Rätsel

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Vor den alles entscheidenden Rennen in Méribel lautet das Motto: Ball flachhalten und weiterkämpfen.

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Skidoo und der Kopf ist frei

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Viel Arbeit, mehr Vergnügen: Vor den Technikbewerben in Slowenien tauscht Marcel Ski gegen Skidoo.

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GAP und der perfekte Lauf

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Vorzeitige Bescherung: In Garmisch gelingt Marcel der perfekte RTL – Grund zum Ausruhen? Fehlanzeige.

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nach der WM = vor dem Weltcupfinale

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WM-Jetlag ade: Mit Platz 17 im Saalbach-Super-G läutet Marcel den Showdown im Gesamtweltcup ein.

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Drei Medaillen im Handgepäck

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Zweimal Gold und einmal Silber: Marcel ist der erfolgreichste Athlet der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2015. Weiterlesen ›

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Über Kombi-Gold und Freud und Leid

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Marcel holt WM-Gold in der Kombi.
Für RTL & Slalom gilt: Sieg und Niederlage liegen eng beieinander.

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Das WM-Ziel ist eine Medaille

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Marcel bezieht Quartier in Beaver Creek. Die Zuversicht ist zurück, die Vorbereitung kann los gehen.

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Formsuche statt WM-Vorfreude

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Auf Schladming folgt die Mini-Krise: Im Team Hirscher rauchen vor dem Abflug in die USA die Köpfe. Weiterlesen ›

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Feuer frei in Kitzbühel

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Auf heißen Sohlen nach Kitz: Das Aus in Wengen ist vergessen. In Kitz wird auf die Tube gedrückt.

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Das Stockerl hat uns wieder!

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In Zagreb und Adelboden ist Marcel nicht zu stoppen. Trotzdem gilt: Noch ist Luft nach oben.

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Angriff ist die beste Verteidigung

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Vor Zagreb mischen sich bei Marcel Ungewissheit und Vorfreude: Es bleibt die Flucht nach vorn.

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Voll auf Zug ins neue Jahr

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Vor Kroatien stehen bei Marcel alle Zeichen auf Slalom – nur die Gesundheit bremst. Weiterlesen ›

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Eine Überraschung jagt die nächste

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Zuckerbrot und Peitsche: In Alta Badia rast Marcel allen davon – in Madonna setzt es einen Dämpfer Weiterlesen ›

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Fette Beute in Åre – für Italien gilt: Weiter auf Zug bleiben

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Schweden für 200: Marcel holte das Åre-Doppel – Zurück daheim ist Zeit zu realisieren. Weiterlesen ›

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Beaver Creek ist ausgequetscht. Nächster Halt – Schweden

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Auf den Trainings- und Rennenmarathon in Colorado folgt für Marcel eine erneute Reise nach Schweden – doch davor drei Tage Erholung. Weiterlesen ›

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